Was ist der Bodenrichtwert?
Der Bodenrichtwert gibt den durchschnittlichen Lagewert eines Grundstücks pro Quadratmeter an. Er wird alle zwei Jahre vom Gutachterausschuss auf Basis tatsächlicher Kaufverträge ermittelt. In München veröffentlicht der Gutachterausschuss die Bodenrichtwerte digital über das BORIS-Portal Bayern. Der Bodenrichtwert ist ein Durchschnittswert für eine bestimmte Zone — das tatsächliche Grundstück kann je nach Zuschnitt, Erschließung und Ausrichtung deutlich abweichen.
Bodenrichtwerte in München: Große Spanne
Die Bodenrichtwerte in München gehören zu den höchsten in Deutschland. In der Altstadt und Maxvorstadt liegen sie bei über 20.000 €/m², in Schwabing und Bogenhausen zwischen 5.000 und 15.000 €/m². Am Stadtrand — etwa in Aubing, Feldmoching oder Langwied — beginnen die Werte bei rund 1.200–2.500 €/m². Diese enorme Spanne zeigt, wie stark die Lage den Immobilienwert in München beeinflusst.
Bodenrichtwert und Immobilienbewertung
Der Bodenrichtwert fließt in das Sachwertverfahren als Bodenwert ein und dient dem Finanzamt als Grundlage für die Grundstücksbewertung bei Erbschaft und Schenkung. Für die Ermittlung des tatsächlichen Marktwertes einer Immobilie reicht der Bodenrichtwert allein nicht aus — der Gebäudewert, die Bausubstanz und die aktuelle Marktsituation müssen ergänzend berücksichtigt werden.
Häufige Fragen
Wo finde ich den Bodenrichtwert für mein Grundstück in München?+
Entspricht der Bodenrichtwert dem tatsächlichen Grundstückspreis?+
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