Die Faustregel: 20–30 % des Kaufpreises
Banken empfehlen, mindestens die Kaufnebenkosten (in Bayern rund 8–10 % des Kaufpreises) aus Eigenkapital zu finanzieren. Ideal sind 20–30 % des Gesamtaufwands. Bei einer Münchener Wohnung für 500.000 Euro bedeutet das ein Eigenkapital von 100.000–150.000 Euro. Je mehr Eigenkapital Sie einbringen, desto besser sind die Zinskonditionen, die Ihnen die Bank anbietet.
Kaufnebenkosten in München im Detail
Zum reinen Kaufpreis kommen in München hinzu: 3,5 % Grunderwerbsteuer, rund 1,5–2 % Notar- und Grundbuchkosten sowie ggf. 3,57 % Maklerprovision. In Summe sind das bis zu 9 % Nebenkosten. Bei einer 500.000-Euro-Wohnung entspricht das rund 45.000 Euro, die Sie zusätzlich zum Kaufpreis einkalkulieren müssen. Diese Nebenkosten werden von Banken grundsätzlich nicht finanziert.
Vollfinanzierung — möglich, aber teuer
Eine 100-%-Finanzierung (ohne Eigenkapital für den Kaufpreis, nur Nebenkosten aus eigener Tasche) ist bei einigen Banken möglich, wird aber mit deutlichen Zinsaufschlägen bestraft. In der Praxis bedeutet das schnell 0,5–1,0 Prozentpunkte mehr Zinsen. Bei einem Darlehen von 400.000 Euro und 30 Jahren Laufzeit kann das Mehrkosten von 50.000–100.000 Euro bedeuten. Eine 110-%-Finanzierung inklusive Nebenkosten ist kaum noch erhältlich.
Eigenkapital aufbauen: Tipps
Neben klassischem Sparen zählen auch Bausparverträge, Wohn-Riester, Schenkungen von Eltern (Freibetrag: 400.000 Euro alle 10 Jahre) und private Darlehen von Familienangehörigen zum Eigenkapital. Auch ein bereits abbezahltes Grundstück oder eine Eigentumswohnung kann als Sicherheit eingebracht werden, um die Konditionen zu verbessern.
Häufige Fragen
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